Die Brikettfabrik in der Lausitz

Wunderschöne Industrie-Romantik mit unzähligen Details

Es ist die älteste Brikettfabrik Europas. Über 110 Jahre sind die Backstein-Gebäude der “LOUISE III” schon alt. Und die alten Drehöfen funktionieren sogar noch. Bis heute sind Dampfmaschinen, Pumpen, Öfen und Tellertrockner aus der Zeit der frühen Industrialisierung noch gut erhalten. Hier kommen alle Fans von rostigem Metall, öligen Getrieben, mächtigen Maschinen und stählernen Kessel-Anlagen auf ihre Kosten. Man fotografiert kleine Ölkännchen, verrostete Zahnräder, riesige Rohrleitungen, Schraubenschlüssel, Förderbänder und Schaltanlagen. Ein Paradies für detailverliebte Fotografen, die viel Zeit benötigen, um sich in aller Ruhe auf die Fülle der Motive einzulassen.

Brikettfabrik „Louise III“ (Betrieb Lauchhammer 62) in Domsdorf

1882: Inbetriebnahme der Brikettfabrik Louise mit 2 Pressen, 4 Tellertrocknern und 4 Flammrohrkesseln
1908: Erweiterung durch eine Kraftwerkshalle und einen Schwungradgenerator zur Stromerzeugung
1938: Vollendung des Kraftwerks und Installation eines Turbo-Generators für die Elektromotoren
1949: Beginn der Umbauarbeiten am Kesselhaus und den Förderanlagen
1991: Pressung des letzten Briketts nach 110 Jahren ununterbrochener Produktion

1882 wurde in der Lausitz eine Brikettfabrik in Betrieb genommen, die für die folgenden 110 Jahre ununterbrochen produzieren sollte. Einzig 1945 wurde die Produktion, während der Eroberung durch die Russen, für wenige Stunden stillgelegt. Die „Heizkohlesteine“ wurden zuerst noch mittels Dampf gepresst, denn erst 26 Jahre nach Inbetriebnahme der Fabrik errichtete man das werksinterne Kraftwerk. Die 109 Jahre alte Dampfmaschine steht noch heute arbeitsbereit im Pressenhaus.

Zu der gesamten Anlage gehören 18 Gebäude von denen wir die spannendsten während unserer Fotobase frei entdecken können. Die Motive sind scheinbar unendlich. Man fotografiert backsteinerne Industriekultur und historische Maschinen. Im Trockendienst lehnen mannshohe Schraubenschlüssel neben den Kohletrocknern. Hinter den Ofenklappen des Kesselhauses lässt sich noch heute die Hitze erahnen. Überall ist Stahl. Alles ist rostig, staubig und alt.

Am 18.11.1991 wird in der Fabrik das letzte Brikett gepresst. Seither kümmert sich ein Verein liebevoll um den Erhalt der Industrieanlage und ihres Maschinenparks. Der größte Teil der Anlage lässt sich so noch heute in Betrieb nehmen.

Foto-Charakter des Ortes

Bei der Brikettfabrik handelt es sich um ein öffentliches Museum, bei dem auch Führungen in Gruppen angeboten werden. Hin und wieder setzt der Verein zum Erhalt dieser schönen Fabrik sogar die alten Maschinen wieder unter Dampf. Da es sich bei diesem Ort um einen sehr motivreichen und bildgewaltigen Lost Place handelt, freuen wir uns ganz besonders, dass wir hier auch Fototouren anbieten können, bei denen du die Häuser auch außerhalb der Führungen völlig frei und mit viel Zeit erkunden und in Ruhe fotografieren kannst.

Bei der alten Brikettfabrik LOUISE III handelt es sich um ein wunderbar erhaltenes Exemplar alter Industriekultur aus der Gründerzeit. Die vielen Kessel, Öfen, Maschinen, Schwungräder und die schöne Backsteinarchitektur, lassen die Herzen jedes Industriefans höher schlagen. Die Brikettfabrik ist ein wahres Fotoparadies, bei dem man sich im Detail verlieren kann. Denn alles ist hier noch da. Alte Telefone, Förderstrecken und Laufbänder, Schalter, rostige Schraubenschlüssel, Schilder mit alten Betriebsaufschriften und viele Anzeigen.

Die großen Tellertrocker wirken düster und ölig. Die alten Öfen hingegen haben eher eine staubige Erscheinung. Im Kohle-Bunker und in vielen weiteren Bereichen der Fabrik ist es sehr dunkel. Wir empfehlen daher ein Stativ oder ein Videolicht mitzunehmen. Die Fabrikfenster sind ein Traum! Sie spenden wunderschönes Gegenlicht und bringen ein wenige der alten Fabrik-Architektur ins Innere der Hallen.

Für die vielen Details, die man hier fotografiert, empfehlen wir unbedingt ein Lichtstarkes 50mm Objektiv. Wegen der vielen engen Bereiche ist aber auch ein gutes Weitwinkel keine schlechte Idee.

Was geht bei dieser Tour und was nicht?

Du kannst dich auf dem Gelände völlig frei bewegen und die Gebäude ganz alleine intensiv erkunden und fotografieren. Es gibt keine geschlossenen Gruppen bei dieser Tour. Unsere Guides betreuen dich gerne an der Basis oder zeigen dir individuell die schönsten Motive.

Model-Shooting

Bei dieser Tour sind Foto-Shootings erlaubt. Wir freuen uns sehr darüber, wenn du deine kreativen Ideen hier umsetzen möchtest. Bitte sage uns aber vorher Bescheid, damit wir dein Shooting gemeinsam mit dir planen können. So werden unerwartete Situationen vor Ort vermieden. Und bitte plane dein Shooting so, dass du nicht allzu lange an einem Spot verweilst. Andere Teilnehmer möchten den Spot ja auch gerne fotografieren.

Akt-Shootings

Akt-Shootings sind hier leider nicht erlaubt. Wir empfehlen hier die Fototour in der Papierfabrik oder das Ferndampfwerk bei der Fototour in Forst als Ausgleich. Beide Orte haben ähnlich schöne Industrie-Details.

Blitz- und Dauerlichtanlagen

Auch Blitzanlagen, Softboxen, Diffusor, Beauty Dish´s oder Reflektoren gehen hier leider nicht.
Auch hier empfehlen wir die Fototour in der Papierfabrik oder das Ferndampfwerk bei der Fototour in Forst als Ausgleich. Beide Orte haben ähnlich schöne Industrie-Details.

Mit dem Auto auf das Gelände

Der Parkplatz ist direkt vor der Fabrik. Auf das Gelände kommen wir nicht.

Du darfst deine Drohne bei dieser Tour gerne einsetzen. Achte aber darauf,  die anderen Teilnehmer nicht zu stören. Bitte gebe uns vor der Tour Bescheid, wenn du mit der Drohne fliegen möchtest.

Kinder

Bis zum Alter von 10 Jahren können Kinder an den Touren kostenlos teilnehmen. Ab 10 bezahlt das Kind den vollen Preis. Liebe Eltern, bitte achtet darauf, dass der Ort ein Leerstandsobjekt ist und somit viele Gefahren birgt. Bitte lasst eure Kinder nicht frei herumlaufen. Bei den Touren gibt es zudem keine Betreuungsmöglichkeit für Kinder. Die Tour dauert recht lange. Eurem Kind könnte es mit der Zeit langweilig werden. Wir empfehlen dir daher, für den Fototag eine Kinderbetreuung zu organisieren. So kannst du dich in Ruhe auf das Fotografieren und das Erkunden der Gebäude konzentrieren.

Begleitung

Bei dieser Fototour muss jeder Teilnehmer ein Ticket erwerben. Das gilt auch für Models, Foto-Assistenten, Hair- & Make-up Artists, Visagistinnen, Familienmitglieder oder Freunde, die nicht fotografieren wollen.

Hunde

Du kannst deinen Hund gerne mit zur Tour bringen. Aber bitte achte darauf, dass dein Hund nicht anderen Teilnehmern vor die Kamera läuft. Und beachte, dass am Boden viele Scherben herum liegen. Hundesocken oder Schuhe wären günstig, damit sich dein kleiner Freund nicht an den Pfötchen verletzt.

Vorbereitung

Wir treffen uns direkt vor Ort.
Eine genaue Anfahrtsbeschreibung erhält du nach der Buchung.

Die Brikettfabrik befindet sich in der Nähe von Bad Liebenwerda (Brandenburg / Lausitz).
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann die Anfahrt mehrere Stunden dauern.
Du bekommst eine exakte Anfahrtsbeschreibung.

Parkplätze sind am Treffpunkt genügend vorhanden.

Nach Buchung dieser Tour bekommst du folgende Dokumente zum download:
  • Gebäudegrundrisse
  • Hotel-Empfehlungen
  • Tipps für Ausflüge in die Umgebung

Alle Listen und Pläne erhälst du als PDF mit einem Download-Link.

Das solltest du alles mitnehmen. Hier eine kleine Checkliste:
  • Festes Schuhwerk
  • Warme Kleidung, die auch Schmutz vertragen kann
  • Taschenlampe
  • Müllbeutel
  • Mundschutz
  • Feucht- und Desinfektionstücher für die Hände
  • Verpflegung (Die Tour ist sehr lang)
Und hier noch ein paar Tipps zur Fotoausrüstung:
  • Weitwinkel für die engen Gänge zwischen den Anlagen
  • 50 mm – 85 mm Objektiv für Detailaufnahmen
  • Man fotografiert in den Häusern oft ins Gegenlicht (Fenster)
  • Einige Bereiche in der Fabrik sind sehr dunkel (Stativ)
  • Viele Teile sind aber beleuchtet (Kunstlicht)
  • Viele der Maschinen sind sehr dunkel (Stativ)
  • Stativ (Für Langzeitbelichtung & HDR-Aufnahmen)
  • Microfasertuch zum Linsenreinigen (bei Regen & Staub)
  • Voll geladene Akkus (oder Ersatzakku)
  • Genug Speicherkarten

Wir empfehlen, alles gut am Körper verstaut und schnell Griffbereit zu haben. So musst du deinen Fotorucksack oder deine Fototasche nicht auf dem staubigen Boden absetzen. Slingbags, Sun-Sniper-Kameragurte und Brust- oder Bauchtaschen haben sich auf den Touren sehr gut bewährt.

Tipp: Bei Kälte halten die Akkus nicht so lange.
Tipp: In den Häusern ist es kühl und feucht (wärmer kleiden).

Die Instagram-Hashtags der Tour sind:

#brikettfabriklouise
#brikettfabrikdomsdorf

#go2know
#fototour
#go2knowfototour
#igersmeetgo2know

Über eine Markierung würden wir uns sehr freuen :

@go2know

Vielen Dank 🙂

Hinweise

Bitte beachte, dass du die Fotografien, die du auf der Tour aufnimmst nur für private Zwecke verwenden darfst. Kommerzielle Nutzungen müssen vorher angefragt werden. Du darfst deine Fotografien aber in den sozialen Netzwerken posten, auf deiner Webseite zeigen oder auf Ausstellungen präsentieren. Private Fotoshootings sind bei dieser Fototour ebenfalls erlaubt.

Deine Sicherheit

Deine Sicherheit bei den Touren ist uns sehr wichtig. Daher wird jeder Ort von uns regelmäßig auf Gefahrenstellen überprüft.  Sollten sich Gefahrenbereiche ergeben, werden diese von uns abgesperrt. Wir wählen die Absperrungen so, dass sie in deinem Foto möglichst nicht stören. Bitte respektiere diese abgesperrten Bereiche. Auf den Touren hast du außer dieser Bereiche ansonsten maximale Bewegungsfreiheit.

Haftungsbeschränkung

Bei der Location dieser Tour handelt es sich um einen verlassenen Ort. Das Betreten des Geländes und der Gebäude ist außerhalb der genehmigten Fototouren und Führungen strengstens verboten. Während der Fototouren erfolgt das Betreten der Gelände und der Gebäude auf eigene Gefahr. Bei Unfällen oder Verletzungen übernimmt go2know und der Eigentümer der Gebäude keine Haftung. Eltern haften für ihre Kinder.

Risikoerklärung

Die Gelände und auch die Gebäude, die bei dieser Tour betreten werden, bergen Gefahren. Die Häuser waren als Leerstandsobjekt viele Jahre lang sich selbst überlassen. Im Boden können sich Löcher und andere Unebenheiten befinden. Stufen, Geländer und jedwedes Inventar entspricht nicht zwingend den heutigen Sicherheitsstandards öffentlich zugänglicher Gebäude. Am Boden verteilen sich teilweise Schuttteile, Glassplitter und einzelne scharfkantige Gegenstände. Einige Gebäudeteile und Bereiche in den Dächern sind marode und einsturzgefährdet. Die Treppengeländer können durchgerostet sein. Die hygienischen Bedingungen in den Häusern entsprechen nicht den üblichen Standards in sanierten Gebäuden. Daher verlangt das Begehen des Ortes erhöhte Aufmerksamkeit.

Alle Texte und Bilder in dieser Tour-Beschreibung entsprechen dem aktuellen Zustand vor Ort. Da es sich bei der Location um ein Leerstandsobjekt handelt, kann es aber sein, dass ich kurzfristig Änderungen ergeben. Wir aktualisieren in diesem Fall schnellst möglich unsere Angaben und Bilder auf der Webseite oder informieren dich, falls die Änderungen deine gebuchte Tour einschränken.

Allgemeine Informationen

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