Flughafen Tempelhof (THF)

Eines der größten Gebäudekomplexe der Welt

Er ist die Mutter aller Flughäfen (Zit.: Sir Norman Foster) und ein Symbol für die Freiheit. Und das nicht nur weil das Flugfeld die größte Freifläche Berlins darstellt, sondern vor Allem weil hier Diktaturen und Besatzungsmächten mit aller Kraft, erfolgreich getrotzt wurde. Die Geschichte des Berliner Flughafens Tempelhof (THF) ist abwechslungsreich und lang. Bis 2008 war der Flugplatz in Betrieb gewesen. Er wurde wegen dem Großprojekt BER geschlossen. Heute sind große Teile des beeidruckenden Bauwerkes leer stehend. Seine Gemäuer birgen viele Gehimnisse und interessante verborgene Orte, die mir dieser Fototour exklusiv erkundet werden können.

Flughafen Tempelhof (THF)

1922: Erste Nutzung des Feldes als Flugplatz
1927: Erweiterung um Flugzeughallen, Abfertigung und U-Bahn-Anbindung
1936: Neubau des Flughafens mit dem flächengrößten Gebäude der Erde
1939: Baustop (Flughafen ist jetzt Montagefabrik für Kriegsflugzeuge)
1945: Wiederaufnahme des Flugbetriebs
1949: Luftbrücke während der Berlin-Blockade mit “Rosinenbomber”
1975: Schließung des Flughafens für den zivilen Verkehr
1993: Übergabe des Flughafens an die Berliner Flughafen-Gesellschaft
2008: Komplette Schließung des Flughafens

Kaum ein Bauwerk in Berlin beeinflusste so viele Schicksale wie der Zentralflughafen Tempelhof. So zum Beispiel das des Oberst Rudolf Böttger, der sich dem direkten Befehl Hitlers im Jahr 1945 widersetzte. Anstatt den Flughafen bis auf das Letzte zu verteidigen oder zu sprengen, ließ er hier ein provisorisches Lazarett einrichten und behandelte die Verwundeten. Oder das des Piloten Gail Halvorsen. Als während der Berlinblockade die Flugzeuge im 90-Sekunden Takt auf dem Tempelhofer Feld landeten, warf er, im Anflug befindlich, Süßigkeiten an kleinen Fallschirmen aus dem Fenster. Viele andere amerikanische Piloten machten ihm das nach und prägten so den Begriff “Rosinenbomber”. Einer dieser Exemplare steht noch heute auf dem Vorfeld des Flughafens.

Diese Fototour führt Sie auf das Vorfeld und in das Innerste des Flughafengebäudes Tempelhof. Dabei werden wir die Relikte aus drei verschiedenen Epochen fotografieren. Im Luftschutzbunker des zweiten Weltkrieges entdecken wir originale Wandmalereien nach Wilhelm Busch. Der ausgebrannte Filmbunker zeugt noch heute von der Befreiung Berlins. Zur Zeit des Kalten Krieges nutzte die US-Air Force das Gelände. Und die nach der deutschen Wiedervereinigung bis 1992 noch einmal modernisierte Abfertigungshalle strahlt eine gespenstige Ruhe aus. Hier wurden damals bis zu 4 Mio. Passagiere pro Jahr abgefertigt.

Unsere Guides zeigen dir die geheimsten Orte des ehemals größten Flächenbauwerks der Erde. Außerdem beantworten sie dir auf Wunsch alle Fragen zur Fotografie und erzählen so manche Anekdote über den Flughafen Tempelhof. Du wirst viel Zeit und genügend Ruhe für jede Aufnahme haben.

Foto-Charakter des Ortes

Der Flughafen Tempelhof ist bis heute eines der größten Gebäude-Komplexe der Welt. Entsprechend schwierig wird es da werden, wenn man innerhalb der Zeit einer Fototour die schönsten Motive finden möchte. Daher ist diese Tour ein Fotowalk. Das bedeutet, dass wir in der Gruppe von Foto-Motiv zu Foto-Motiv ziehen und uns an diesen Spots dann frei bewegen können.

Bei dieser Tour schauen wir nicht nur hinter die Kulissen eines historischen Flughafens, sondern sehen auch traumhaft-schöne Foto-Motive aus den ehemals öffentlichen Flughafenbereichen.

Diese Tour ist Ideal für Fans von “geradliniger Architektur” mit minimalistischen Inhalten. Man fotografiert hier Farben, Formen, Flächen, Linien und Bilder mit tiefer Raumwirkung. Allein schon die vielen typografischen Elemente, Tafeln und Bodenbemalungen auf dem Vorfeld, laden zum Fotografieren von Bilder mit grafischer Wirkung ein.

An jeder Stelle, die man hier begeht, schwingt ein kräftige Portion Nostalgie, Sehnsucht und Wehmut mir. Überall finden sich wunderschöne Relikte aus der glanzvollen Zeit des Flughafen-Betriebs. Alte Abfertigungsschalter, Werbetafeln, die Logos der Airlines an den Check-Ins, Gepäckbänder, Telefonzellen und immer wieder Tafeln mit den alten Icons, die einen den Weg zum WC oder zur Flughafen-Bar weisen.

Man fotografiert hier also nicht nur die beeindruckenden Totalen der Abfertigungshalle oder auf dem Vorfeld, sondern auch viele schöne Details. Für die Detail-Aufnahmen empfehlen wir daher ein Objektiv mit der Brennweite 50mm oder 85mm. Für die Totalen Aufnahmen solltest du ein gutes 28mm bis 35mm Objektiv dabei haben.

Im den ehemaligen öffentlichen Bereichen des Flughafens (Empfangshalle, Ehrenhalle, Flughafen-Bar), gibt es schöne Details im “Retro-Look” der 60er, 70er und 80er Jahre zu fotografieren. Viel Holz, Plastik und hübsche Werbetafeln warten auf dich. Dabei sind auch “Raritäten”, wie alte Pan Am- und Lufthansa-Logos.

Hinter den Kulissen, also in der Gepäckabfertigung, im Hangar und auf dem Vorfeld, erwarten dich tolle technische und architektonische Details. Von den mächtigen Stahlkonstruktionen der Hangar-Hallen, über Schalttafeln, Gepäck-Anlagen bis hin zu den dicken Eisentüren der unterirdischen Bunker ist alles dabei. Der Filmbuker bietet dir zudem eine endzeitliche Stimmung. Der er nach dem zweiten Weltkrieg komplett ausgebrannt ist, sind alle Wände schwarz.

Grundsätzlich empfehlen wir ein Stativ. Wir sind fast nur in Innenräumen unterwegs. Das Licht in der Gepäckabfertigung, im Kasino und in den Bunkern ist wirklich mies.

Was geht bei dieser Tour und was nicht?

Wegen der gigantischen Größe des Flughafens, gehen wir in der geschlossenen Gruppe von Foto-Motiv zu Foto-Motiv. An den entsprechenden Foto-Spots können wir uns dann frei bewegen. Dort verweilen wir auch ein bisschen, so dass genügend Zeit bleibt, alles zu fotografieren.

Bei dieser Fototour sind Shootings leider nicht erlaubt.

Der Einsatz von Drohnen ist bei dieser Fototour leider nicht möglich.

Kinder

Bis zum Alter von 6 Jahren können Kinder an den Touren kostenlos teilnehmen. Ab 6 bezahlt das Kind den vollen Preis. Liebe Eltern, bitte achtet darauf, dass der Ort ein Leerstandsobjekt ist und somit viele Gefahren birgt. Eure Kinder müssen bei dieser Tour immer bei einem Elternteil bleiben und dürfen nicht frei herumlaufen. Bei den Touren gibt es zudem keine Betreuungsmöglichkeit für Kinder. Die Tour dauert recht lange. Eurem Kind könnte es mit der Zeit langweilig werden. Wir empfehlen dir daher, für den Fototag eine Kinderbetreuung zu organisieren. So kannst du dich in Ruhe auf das Fotografieren und das Erkunden der Gebäude konzentrieren.

Begleitung

Bei dieser Fototour muss jeder Teilnehmer ein Ticket erwerben. Das gilt auch für Foto-Assistenten, Familienmitglieder oder Freunde, die nicht fotografieren wollen.

Hunde

Hunde können bei dieser Tour leider nicht mitgenommen werden.

Vorbereitung

Wir treffen uns direkt vor Ort.

Die Fototouren starten im Besucherzentrum CHECK-IN.
Mit der U6 kommst du da direkt hin (Platz der Luftbrücke).

Parkplätze sind am Treffpunkt genügend vorhanden.

Das solltest du alles mitnehmen. Hier eine kleine Checkliste:
  • Festes Schuhwerk
  • Warme Kleidung, die auch Schmutz vertragen kann
  • Auf dem Vorfeld ist es sehr windig
  • Taschenlampe
  • Müllbeutel
  • Mundschutz
  • Feucht- und Desinfektionstücher für die Hände
  • Verpflegung (Die Tour ist sehr lang)
Und hier noch ein paar Tipps zur Fotoausrüstung:
  • Weitwinkel für die große Empfangshalle und engen Bunker
  • 50 mm – 85 mm Objektiv für Detailaufnahmen
  • In den Bunkern ist es sehr dunkel (Stativ)
  • In den Innenräumen ist überall Kunstlicht
  • Stativ (Für Langzeitbelichtung & HDR-Aufnahmen)
  • Microfasertuch zum Linsenreinigen (bei Regen & Staub)
  • Voll geladene Akkus (oder Ersatzakku)
  • Genug Speicherkarten

Wir empfehlen, alles gut am Körper verstaut und schnell Griffbereit zu haben. So musst du deinen Fotorucksack oder deine Fototasche nicht auf dem staubigen Boden absetzen. Slingbags, Sun-Sniper-Kameragurte und Brust- oder Bauchtaschen haben sich auf den Touren sehr gut bewährt.

Tipp: Bei Kälte halten die Akkus nicht so lange.
Tipp: In den Häusern ist es kühl und feucht (wärmer kleiden).

Die Instagram-Hashtags der Tour sind:

#flughafentempelhof

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Über eine Markierung würden wir uns sehr freuen :

@go2know

Vielen Dank 🙂

Hinweise

Bitte beachte, dass du die Fotografien, die du auf der Tour aufnimmst nur für private Zwecke verwenden darfst. Kommerzielle Nutzungen müssen vorher angefragt werden. Du darfst deine Fotografien aber in den sozialen Netzwerken posten, auf deiner Webseite zeigen oder auf Ausstellungen präsentieren. Private Fotoshootings sind bei dieser Fototour ebenfalls erlaubt.

Deine Sicherheit

Deine Sicherheit bei den Touren ist uns sehr wichtig. Daher wird jeder Ort von uns regelmäßig auf Gefahrenstellen überprüft.  Sollten sich Gefahrenbereiche ergeben, werden diese von uns abgesperrt. Wir wählen die Absperrungen so, dass sie in deinem Foto möglichst nicht stören. Bitte respektiere diese abgesperrten Bereiche. Auf den Touren hast du außer dieser Bereiche ansonsten maximale Bewegungsfreiheit.

Haftungsbeschränkung

Bei der Location dieser Tour handelt es sich um einen verlassenen Ort. Das Betreten des Geländes und der Gebäude ist außerhalb der genehmigten Fototouren und Führungen strengstens verboten. Während der Fototouren erfolgt das Betreten der Gelände und der Gebäude auf eigene Gefahr. Bei Unfällen oder Verletzungen übernimmt go2know und der Eigentümer der Gebäude keine Haftung. Eltern haften für ihre Kinder.

Risikoerklärung

Die Gelände und auch die Gebäude, die bei dieser Tour betreten werden, bergen Gefahren. Die Häuser waren als Leerstandsobjekt viele Jahre lang sich selbst überlassen. Im Boden können sich Löcher und andere Unebenheiten befinden. Stufen, Geländer und jedwedes Inventar entspricht nicht zwingend den heutigen Sicherheitsstandards öffentlich zugänglicher Gebäude. Am Boden verteilen sich teilweise Schuttteile, Glassplitter und einzelne scharfkantige Gegenstände. Einige Gebäudeteile und Bereiche in den Dächern sind marode und einsturzgefährdet. Die Treppengeländer können durchgerostet sein. Die hygienischen Bedingungen in den Häusern entsprechen nicht den üblichen Standards in sanierten Gebäuden. Daher verlangt das Begehen des Ortes erhöhte Aufmerksamkeit.

Alle Texte und Bilder in dieser Tour-Beschreibung entsprechen dem aktuellen Zustand vor Ort. Da es sich bei der Location um ein Leerstandsobjekt handelt, kann es aber sein, dass ich kurzfristig Änderungen ergeben. Wir aktualisieren in diesem Fall schnellst möglich unsere Angaben und Bilder auf der Webseite oder informieren dich, falls die Änderungen deine gebuchte Tour einschränken.

Allgemeine Informationen

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