Das Gefängnis in Berlin Köpenick

Preußisches Amtsgerichtsgefängnis mit düsteren Zellen

Es ist eine bedrückende Atmosphäre. Kaum vorstellbar, wie die Häftlinge in diesen kleinen Gefängniszellen ohne Heizung leben konnten. Als Toilette diente ein einfacher Metalleimer. Die Abdrücke der Eimer sind noch heute im Boden erkennbar. An den Wänden befinden sich Kritzeleien: “Hotel zum trockenen Kanten” oder “Die Liebe ist schuld” steht dort geschrieben. Zeugnisse aus einer längst vergangenen Zeit. Heute fotografiert man in diesem Gefängnis des ehemaligen Amtsgerichtes in Berlin Köpenick historisch bedeutungsvolle Details. Dicke Holztüren, kräftige Schlösser, enge Zellen, dunkle Gänge und rostige Gitter schaffen eindrucksvolle Motive.

Untersuchungshaftanstalt des Amtsgerichtes Köpenick

1901: Erbaut
1933: Die SA beschlagnahmt das Gefängnis
1945: Männerjugendhaftanstalt
1954: Militäruntersuchungsgefängnis
1964: Kostümfundus des Fernsehen der DDR mit Schneiderei
1977: Das Gefängnis wird unter Denkmalschutz gestellt
1980: Die erste Gedenkstätte entsteht in einer Kellerzelle
1987: Erweiterung der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933

1899 wurde in Berlin-Köpenick mit dem Bau eines neuen Amtsgerichts und Gefängnisses begonnen. Die alten Gebäude in der Köpenicker Altstadt waren einfach zu klein geworden. Am 01.12.1901 wurde feierlich der Schlüssel übergeben.

Das Gefängnis in Köpenick hat sehr bewegende Situationen durchlebt. Im Mai 1933 übernahm die SA das Gefängnis. Sie nutzte es als zentrale Haft- und Folterstätte in Köpenick. Während dieser als Blutwoche bekannten Zeit wurden Kommunisten, Andersdenkende und Juden in den Backsteingemäuern misshandelt und ermordet.

Nach dem 2. Weltkrieg nutzte die DDR das Gebäude zunächst als Männer- Jugendgefängnis und später als Untersuchungshaftanstalt. 1964 übernahm das Fernsehen der DDR den Zellenbau und brachte hier einen Kostümfundus mit Schneiderei unter. Seit den Achtzigern steht das Gebäude weitgehend leer. In einer Kellerzelle entstand 1980 eine Gedenkstätte für die Opfer der Köpenicker Blutwoche. Aus ihr ging 1993 die „Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933“ hervor.

Die Fototour dauert 3 Stunden. Du hast die Möglichkeit völlig frei das alte Gebäude, die original-belassenen Zellen und einzigartigen Motive zu entdecken. Mit der Buchung erhäst Du einen interessanten Übersichtsplan mit Gebäudegrundriss, historischen Informationen und den schönsten Motivstandpunkten. Wir danken ganz besonders dem Verein “KuKuK Berlin e.V.” für seine tolle Unterstützung.

Foto-Charakter des Ortes

Das alte Gefängnis ist sehr klein, aber voller Motive, mit einer einzigartigen Farbwirkung. Es ist ein historischer Bau, dem man sein Alter in jeder Ecke ansieht. Die historischen Details sind überaus faszinierend: Abdrücke der „Toiletten-Eimer“ am Boden der Zellen, Spuren der Eimer am „Eimeraufzug“, Wandkritzelein der ehemaligen Insassen, klapprige Holzpritschen an den Wänden, rote Ruf-Klappschilder an den Eingängen der Zellen, massive Zellentüren mit dicken Schlössern und Gucklöcher, Emaile-Wandwaschbecken und ausgetretene Holztreppen in den Gängen.

Der Gefängnisbau hat einen Atrium-artigen Mittelgang mit einem Glasdach. Somit verteilt sich in den Gängen ein wunderbares und diffuses Licht. Die Zellen selbst sind super eng und sehr dunkel. Im Keller befindet sich ein rostiger und uralten Heizungskessel. Neben dem Heizungskeller gibt es einen Luftschutzraum mit Bunkertür. Der Heizkeller, der Luftschutzraum und das „Loch“ im Keller sind extrem dunkel. Wir empfehlen unbedingt ein Stativ und Kunstlicht zum Ausleuchten für die Kellerbereiche. Für die engen Zellen benötigst du ein gutes Weitwinkel-Objektiv. Für die Wandkritzelein ist eine Lampe mit flächigem Licht ideal, dass ganz schräg auf die Wand gehalten wird.

Das gesamte Gefängnis hat spezielle Farben in mintgrün und entsättigtem dunkelgrün, die sehr feingliedrig von den Wänden abblättern. Dieses Farbtöne dominieren fast alle Fotos aus dieser Fototour.

Was geht bei dieser Tour und was nicht?

Du kannst dich auf dem Gelände völlig frei bewegen und das Gebäude vom Keller bis zum Dach alleine intensiv erkunden und fotografieren. Es gibt keine geschlossenen Gruppen bei dieser Tour.

Aufgrund der sensiblen Geschichte des alten Gefängnisses sind bei dieser Fototour Model-Shootings verständlicherweise nicht erlaubt.

Drohnen sind bei dieser Tour leider nicht erlaubt! Das Gefängnis befindet sich mitten im Wohngebiet und auf dem Gelände des Amtsgerichts.

Kinder

Bis zum Alter von 10 Jahren können Kinder an den Touren kostenlos teilnehmen. Ab 10 bezahlt das Kind den vollen Preis. Liebe Eltern, bitte achtet darauf, dass der Ort ein Leerstandsobjekt ist und somit viele Gefahren birgt. Bitte lasst eure Kinder nicht frei herumlaufen. Bei den Touren gibt es zudem keine Betreuungsmöglichkeit für Kinder. Die Tour dauert recht lange. Eurem Kind könnte es mit der Zeit langweilig werden. Wir empfehlen dir daher, für den Fototag eine Kinderbetreuung zu organisieren. So kannst du dich in Ruhe auf das Fotografieren und das Erkunden der Gebäude konzentrieren.

Begleitung

Bei dieser Fototour muss jeder Teilnehmer ein Ticket erwerben. Das gilt auch für Foto-Assistenten, Familienmitglieder oder Freunde, die nicht fotografieren wollen.

Hunde

Hunde sind bei dieser Tour leider nicht erlaubt.

Vorbereitung

Wir treffen uns direkt vor Ort.
Eine genaue Anfahrtsbeschreibung erhält du nach der Buchung.

Das alte Gefängnis befindet sich im Stadtteil Berlin-Köpenick.
Der Treffpunkt ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar.
Die Auto- oder die Bahn-Anfahrt von Berlin-Mitte dauert ca. 30 Minuten.

Parkplätze sind am Treffpunkt genügend vorhanden.

Nach Buchung dieser Tour bekommst du folgende Dokumente zum download:
  • Gebäudegrundrisse
  • Hotel-Empfehlungen

Alle Listen und Pläne erhälst du als PDF mit einem Download-Link.

Das solltest du alles mitnehmen. Hier eine kleine Checkliste:
  • Festes Schuhwerk
  • Warme Kleidung, die auch Schmutz vertragen kann
  • Taschenlampe
  • Müllbeutel
  • Mundschutz
  • Feucht- und Desinfektionstücher für die Hände
  • Verpflegung (Die Tour ist sehr lang)
Und hier noch ein paar Tipps zur Fotoausrüstung:
  • Es gibt viele sehr schöne Details (50 – 85 mm)
  • Die Zellen sind sehr eng und klein (Weitwinkel)
  • Fotolampe für die Kellerbereiche
  • In den Zellen und im Keller ist es sehr dunkel (Stativ)
  • Stativ (Für Langzeitbelichtung & HDR-Aufnahmen)
  • Microfasertuch zum Linsenreinigen (bei Regen & Staub)
  • Voll geladene Akkus (oder Ersatzakku)
  • Genug Speicherkarten

Wir empfehlen, alles gut am Körper verstaut und schnell Griffbereit zu haben. So musst du deinen Fotorucksack oder deine Fototasche nicht auf dem staubigen Boden absetzen. Slingbags, Sun-Sniper-Kameragurte und Brust- oder Bauchtaschen haben sich auf den Touren sehr gut bewährt.

Tipp: Bei Kälte halten die Akkus nicht so lange.
Tipp: In den Häusern ist es kühl und feucht (wärmer kleiden).

Die Instagram-Hashtags der Tour sind:

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Über eine Markierung würden wir uns sehr freuen :

@go2know

Vielen Dank 🙂

Hinweise

Bitte beachte, dass du die Fotografien, die du auf der Tour aufnimmst nur für private Zwecke verwenden darfst. Shootings sind bei dieser Fototour nicht erlaubt! Kommerzielle Nutzungen müssen vorher angefragt werden. Du darfst deine Fotografien aber in den sozialen Netzwerken posten, auf deiner Webseite zeigen oder auf Ausstellungen präsentieren. Private Fotoshootings sind bei dieser Fototour ebenfalls erlaubt.

Deine Sicherheit

Deine Sicherheit bei den Touren ist uns sehr wichtig. Daher wird jeder Ort von uns regelmäßig auf Gefahrenstellen überprüft.  Sollten sich Gefahrenbereiche ergeben, werden diese von uns abgesperrt. Wir wählen die Absperrungen so, dass sie in deinem Foto möglichst nicht stören. Bitte respektiere diese abgesperrten Bereiche. Auf den Touren hast du außer dieser Bereiche ansonsten maximale Bewegungsfreiheit.

Haftungsbeschränkung

Bei der Location dieser Tour handelt es sich um einen verlassenen Ort. Das Betreten des Geländes und der Gebäude ist außerhalb der genehmigten Fototouren und Führungen strengstens verboten. Während der Fototouren erfolgt das Betreten der Gelände und der Gebäude auf eigene Gefahr. Bei Unfällen oder Verletzungen übernimmt go2know und der Eigentümer der Gebäude keine Haftung. Eltern haften für ihre Kinder.

Risikoerklärung

Die Gelände und auch die Gebäude, die bei dieser Tour betreten werden, bergen Gefahren. Die Häuser waren als Leerstandsobjekt viele Jahre lang sich selbst überlassen. Im Boden können sich Löcher und andere Unebenheiten befinden. Stufen, Geländer und jedwedes Inventar entspricht nicht zwingend den heutigen Sicherheitsstandards öffentlich zugänglicher Gebäude. Am Boden verteilen sich teilweise Schuttteile, Glassplitter und einzelne scharfkantige Gegenstände. Einige Gebäudeteile und Bereiche in den Dächern sind marode und einsturzgefährdet. Die Treppengeländer können durchgerostet sein. Die hygienischen Bedingungen in den Häusern entsprechen nicht den üblichen Standards in sanierten Gebäuden. Daher verlangt das Begehen des Ortes erhöhte Aufmerksamkeit.

Alle Texte und Bilder in dieser Tour-Beschreibung entsprechen dem aktuellen Zustand vor Ort. Da es sich bei der Location um ein Leerstandsobjekt handelt, kann es aber sein, dass ich kurzfristig Änderungen ergeben. Wir aktualisieren in diesem Fall schnellst möglich unsere Angaben und Bilder auf der Webseite oder informieren dich, falls die Änderungen deine gebuchte Tour einschränken.

Allgemeine Informationen

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