Die Führungsstelle der NVA

Die größte Atombunkeranlage der DDR

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Die Führungsstelle

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Tief in den dichten Wäldern Brandenburgs befindet sich ein ca. 330ha großes Areal, das durch einen 8.500m langen Zaun umgrenzt ist. Im Herzen dieses Geländes versteckt sich eines der größten Geheimnisse der DDR und des Kalten Krieges. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Hauptstab der NVA, der als Führungsstelle und Kommandozentrum diente. Über 3 Etagen erstreckt sich hier ein gigantisches Bunkerbauwerk in die Tiefe. Heute ist dieses Objekt ein Lost Place der Extraklasse. Alles ist noch vorhanden und hat die lange Zeit seit der Wende ohne Schaden überstanden. Du fotografierst hier jede Menge Gegenstände mit dem DDR-Charme der 80iger Jahre. Es gibt viel Retro, viel Vintage und ganz viel Ostalgie sowie modernste Computer- und Nachrichtentechnik mit einer eigenen Rohrpost. Was für eine Zeitreise!

Die Führungsstelle der DDR

1971: Baubeginn
1976: Indienststellung
1991: Nutzung durch die deutsche Bundeswehr
1993: private Nutzung

1976 wurde nach 5-jähriger Bauzeit die Fertigstellung eines der größten Bunker der DDR vermeldet. Trotz größter Geheimhaltung kursierten Gerüchte über diese Anlage. Man sprach von „Honnekers Wolfsschanze“ und davon, dass sich Saddam Hussein ein baugleiches Objekt im Irak bauen ließ. Das gigantische Bauwerk wurde nach den neuesten Erkenntnissen der Schutzbautechnologie errichtet. Auf 3 Etagen diente er dem Hauptstab der NVA als Führungsstelle und Kommandozentrum. Für bis zu 25 Tage hätten die 455 Insassen autonom und unter höchstem Schutz vor atomaren, chemischen und biologischen Kampfstoffen arbeiten und überleben können.

Heute ist der Bunker kein Geheimnis mehr sondern ein absoluter Geheimtipp für uns Lost Places Fotografen. Seit dem Abzug der Bundeswehr im Jahr 1993 verblieb er in seinem Originalzustand. Keine Schrottdiebe, keine Vandalen, keine Umwelteinflüsse konnten ihm etwas anhaben. Die Räume sind genauso, wie sie immer waren. Wie durch eine Zeitkapsel taucht Ihr in eine lange vergangene Epoche der deutschen Geschichte ein und fotografiert einzigartige Motive.

Die 3 Etagen des Bunkers erstrecken sich über eine Fläche von jeweils 63 x 40m, bis in eine Tiefe von fast 22m. Durch seinen exzellenten Zustand verliert man jedoch sehr schnell das Gefühl „unter Tage“ zu sein. Das Licht funktioniert in jedem Stockwerk, Stative sind jedoch ratsam. Unbedingt solltet Ihr eine Jacke mitbringen. Im Inneren steigt die Temperatur nie über 10 bis 15 Grad hinaus.

Vor der deutschen Wiedervereinigung fanden mehrmals pro Jahr Übungen des Hauptstabes der NVA im Bunker statt. Soldaten von damals berichten, dass sie immer davon sprachen wieder auf „Tauchfahrt“ zu gehen. So ein Bunker fühlt sich halt ähnlich einem U-Boot ohne Fortbewegungsmöglichkeit an. Kommt nun mit uns auf Motiv-Tauchfahrt. Auf Euch warten unzählige Bilder und Eindrücke aus einer längst vergangenen Zeit.

Schon das weitläufige Außengelände der damals hochgeheimen Anlage lädt zum Fotografieren ein. Doch gegenüber der Fülle und Vielfalt der Motive im Bunker ist die Ausbeute der Außenaufnahmen verschwindend gering und eher Beiwerk. Aber bereits im Stabsgebäude, unter dem ja der versteckte Bunker beginnt, geht schon los. DDR-Chic überall. Räume mit Tapeten in Retro-Farben, Möbel im Vintage-Look der 80iger Jahre und jede Menge Details, wie Alltagsgegenstände und Geräte.

Im Bunker geht es dann genau auf diesem Niveau so weiter. Es ist unfassbar, wie die DDR-Zeit mit all den Gegenständen, Dokumenten, Maschinen und Geräten die Zeit bis heute so gut überdauern konnte. Kein Museum kann das besser darstellen. Um das alles mit der Kamera einzufangen, empfehlen wir, die gesamte Atmosphäre erst einmal auf sich wirken zu lassen. 6 Stunden sind genügend Zeit, ums ich das Bauwerk zunächst einmal in Ruhe anzusehen und sich für den Retro-Charme zu sensibilisieren. Es dauert nicht lange, da kommt die Kamera von ganz alleine raus 🙂

Details und Gegenstände
Wie bei allen Touren, bei denen es so eine Fülle an Details zu fotografieren gibt, empfehlen wir lichtstarke Objektive mit geöffneter Blende und mittelgroßen Brennweiten von 50-120 mm. Vielleicht noch ein Backlight mit der Taschenlampe setzen, um etwas mehr Dramatik und Spannung ins Bild zu bringen und dann ran an den Speck.

Totalen
Aber nicht nur die vielen DDR-Gegenstände sind verantwortlich für den extremen Retro-Look der Räume. Natürlich sind es auch die Räume selbst, die Küchen, Speisesäle, Bettenzimmer, Dispatcher- und Schaltzentralen mit ihren Möbeln, Stühlen, Tapeten und Lampen. Da muss als Einstieg in einer Bilderserie selbstverständlich auch die Totale vom Raum gemacht werden. Hierbei immer schön auf die Symmetrien achten und einen guten Mittelpunkt im Raum suchen, um stürzende Linien zu vermeiden. Oft ist der Raummittelpunkt aber ungünstig, weil dann die Einrichtungsgegenstände nicht mehr im Bild harmonieren. Da hilft nur experimentieren. Mit 12-35 mm Brennweite und einem Videolicht bist du hier bestens ausgerüstet. Wir haben die Bilder übrigens aus der Hand geschossen. Bei ISO 1200 bis 5000 mit einer Sony A7 iv.

Licht
Da kommen wir auch schon zu den Lichtverhältnissen. Ganz frei aus der Hand klappt es eigentlich nur im 1. und 2. Untergeschoss. Im 3. UG wird das Licht schon funzelig bis total dunkel. Ohne Stativ kommst du hier nicht weit. Auch mit Taschenlampe nicht.

Fazit
Mit 50-120 mm für die Details und 12-35 mm für die Totalen, einem Stativ und einer Videolampe kommst du hier gut durch die Tour. Versuche dich gerne auch mal an Strukturen und Muster, wie etwa Tapeten und Holzoberflächen der Möbel. Allein die Farben genügen, um den DDR-Retro-Look der 80iger deutlich zu betonen. Du siehst das auch an dem Gesamteindruck, den das Moodboard vermittelt (bekommste nach der Bestellung über die Tour-Info-Seite).

Was geht bei dieser Tour und was nicht?

Du kannst dich auf dem Gelände und im Bunker völlig frei bewegen und alles alleine intensiv erkunden und fotografieren. Es gibt keine geschlossenen Gruppen bei dieser Tour. Unsere Guides betreuen dich gerne, beantworten deine Fragen und zeigen dir individuell die schönsten Motive.

Model-Shooting

Auf Anfrage! Bei dieser Tour sind Foto-Shootings zwar erlaubt. Da aber besonders die Halle von allen Seiten einsehbar sind, ist es hier sehr schwierig zu shooten und somit auch länger an einem Spot zu verweilen. Du wirst bei deinem Shooting vielen Teilnehmern im Wege stehen. Daher sag uns bitte unbedingt schon vor der Buchung Bescheid, wenn du gerne shooten willst. Wir können dann dein Shooting gemeinsam mit dir planen. So werden unerwartete Situationen vor Ort vermieden.

Akt-Shootings

Akt, Dessous, Bondage oder Cosplay sind bei dieser Tour leider nicht erlaubt.

Blitz- und Dauerlichtanlagen

Du kannst nicht an allen Motiven mit „Available Light“ shooten. Wenn du also mit Equipment arbeiten möchtest (Rotolights, Fotolampen, Softboxen, Diffusor, Beauty Dish´s, Reflektoren), sag uns bitte Bescheid. Wir planen das bei der Tour mit ein. So werden andere Teilnehmer beim Shooten nicht gestört.

Mit dem Auto auf das Gelände

Wir parken mit den Autos direkt am Bunker. Du kannst also jederzeit an dein Auto.

Tipp

Im Inneren des Bunkers steigt die Temperatur nie über 10 bis 15 Grad hinaus. Bitte beachte das für dein Model.

Du kannst hier mit deiner Drohne fliegen. Aber bitte nicht im Bunker!

Kinder

Diese Fototour ist ab einem Alter von 14 Jahre. Kinder und Jugendliche unter 18 müssen in Begleitung der Eltern kommen und zahlen den vollen Preis. Liebe Eltern, bitte achtet darauf, dass der Ort ein Leerstandsobjekt ist und somit viele Gefahren birgt. Bitte lasst eure Kinder nicht frei herumlaufen.

Begleitung

Bei dieser Fototour muss jeder Teilnehmer ein Ticket erwerben.

Hunde

Du kannst deinen Hund gerne mit zur Tour bringen. Aber bitte achte darauf, dass dein Hund nicht anderen Teilnehmern vor die Kamera läuft. Und bitte führe deinen Hund an der Leine.

Vorbereitung

Wir treffen uns direkt vor Ort.
Die Führungsstelle der NVA befindet sich bei Prötzel zwischen Bad Freienwalde und Strausberg bei Berlin. Eine genaue Anfahrtsbeschreibung erhält du nach der Buchung.

Parkplätze befinden sich direkt am Eingang zum Bunker.

Die Anfahrt mit den Öffies ist leider nicht möglich. Die Anlage ist zu abgelegen. Wir empfehlen Car-Sharing-Dienste von Strausberg oder Bad Freienwalde zu nutzen.

Nach Buchung dieser Tour bekommst du folgende Dokumente zum download:
  • Ein Moodboard zum inspirieren
  • Einen Lageplan mit Gebäudegrundrissen
  • Hotel-Empfehlungen
  • Tipps für Ausflüge in die Umgebung

Alle Listen und Pläne erhältst du als PDF mit einem Download-Link.

Das solltest du alles mitnehmen. Hier eine kleine Checkliste:
  • Festes Schuhwerk
  • Im Bunker sind es permanent 10° – 15°
  • Warme Kleidung
  • Robuste Kleidung, die auch Schmutz vertragen kann
  • Taschenlampe
  • Mücken- und Zeckenschutz im Sommer für die Außenbereiche
  • Müllbeutel
  • Mundschutz
  • Feucht- und Desinfektionstücher für die Hände
  • Verpflegung (Die Tour ist sehr lang)
Und hier noch ein paar Tipps zur Fotoausrüstung:
  • Auch, wenn im Bunker fast überall Licht brennt, gibt es unbeleuchtete Bereiche.
  • Ein Stativ ist daher wichtig (Für Langzeitbelichtung & HDR-Aufnahmen).
  • Eine starke Taschenlampe für indirektes Licht.
  • Eine LED-Videoleuchten für die dunklen Bereiche.
  • Für die meisten Motive reicht ein gutes Weitwinkel-Objektiv (12-35 mm).
  • Für ein schönes Bokeh bei Detailaufnahmen empfehlen wir 50-85 mm-Objektive.
  • Microfasertuch zum Linsenreinigen (bei Regen & Staub)
  • Voll geladene Akkus (oder Ersatzakku)
  • Genug Speicherkarten

Wir empfehlen, alles gut am Körper verstaut und schnell Griffbereit zu haben. So musst du deinen Fotorucksack oder deine Fototasche nicht auf dem staubigen Boden absetzen. Slingbags, Sun-Sniper-Kameragurte und Brust- oder Bauchtaschen haben sich auf den Touren sehr gut bewährt.

Tipp: Bei Kälte halten die Akkus nicht so lange.
Tipp: In den Häusern ist es kühl und feucht (wärmer kleiden).

Die Instagram-Hashtags der Tour sind:

#go2know
#fototour
#go2knowfototour
#igersmeetgo2know

Über eine Markierung würden wir uns sehr freuen :

@go2know

Vielen Dank 🙂

Hinweise

Bitte beachte, dass du die Fotografien, die du auf der Fototour aufnimmst nur für private Zwecke verwenden darfst. Kommerzielle Nutzungen sind leider nicht erlaubt. Eine kommerzielle Nutzung wäre, wenn mit dem Bild finanzielle Mittel erwirtschaftet werden (Verkauf digitaler Kopien, Prints, Poster, Postkarten, Bücher oder Auftragsarbeiten und Bilder für Stockfootage-Datenbanken), bzw. wirtschaftliche Vorgänge erleichtert werden (zum Beispiel Werbung, Presse & Medien oder verkaufsfördernde Darstellungen (Flyer, Plakate)). Eine öffentlichen Berichterstattung in der Presse ist nur mit einer vorher erteilten Genehmigung vom Eigentümer erlaubt.

Du darfst deine Fotografien aber in den sozialen Netzwerken posten, auf deiner Webseite zeigen oder auf Ausstellungen präsentieren.

Deine Sicherheit

Deine Sicherheit bei den Touren ist uns sehr wichtig. Daher wird jeder Ort von uns regelmäßig auf Gefahrenstellen überprüft.  Sollten sich Gefahrenbereiche ergeben, werden diese von uns abgesperrt. Wir wählen die Absperrungen so, dass sie in deinem Foto möglichst nicht stören. Bitte respektiere diese abgesperrten Bereiche. Außer dieser abgesperrten Bereiche kannst du dich auf den Touren völlig frei bewegen.

Haftungsbeschränkung

Bei der Location dieser Tour handelt es sich um einen verlassenen Ort. Das Betreten des Geländes und der Gebäude ist außerhalb der genehmigten Fototouren und Führungen strengstens verboten. Während der Fototouren erfolgt das Betreten der Gelände und der Gebäude auf eigene Gefahr. Bei Unfällen oder Verletzungen übernimmt go2know und der Eigentümer der Gebäude keine Haftung. Eltern haften für ihre Kinder.

Risikoerklärung

Die Gelände und auch die Gebäude, die bei dieser Tour betreten werden, bergen Gefahren. Die Häuser waren als Leerstandsobjekt viele Jahre lang sich selbst überlassen. Im Boden können sich Löcher und andere Unebenheiten befinden. Stufen, Geländer und jedwedes Inventar entspricht nicht zwingend den heutigen Sicherheitsstandards öffentlich zugänglicher Gebäude. Am Boden verteilen sich teilweise Schuttteile, Glassplitter und einzelne scharfkantige Gegenstände. Einige Gebäudeteile und Bereiche in den Dächern sind marode und einsturzgefährdet. Die Treppengeländer können durchgerostet sein. Die hygienischen Bedingungen in den Häusern entsprechen nicht den üblichen Standards in sanierten Gebäuden. Daher verlangt das Begehen des Ortes erhöhte Aufmerksamkeit.

Alle Texte und Bilder in dieser Tour-Beschreibung entsprechen dem aktuellen Zustand vor Ort. Da es sich bei der Location um ein Leerstandsobjekt handelt, kann es aber sein, dass ich kurzfristig Änderungen ergeben. Wir aktualisieren in diesem Fall schnellst möglich unsere Angaben und Bilder oder informieren dich, falls die Änderungen deine gebuchte Tour einschränken.

Allgemeine Informationen

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